Stiftung

Stiftung

Der Zür­cher Maler Wal­ter Hay­mann grün­de­te die Nach­lass-Stif­tung im Jahr 2010. Die Stif­tung ist im Han­dels­re­gis­ter mit Sitz in Zü­rich ein­ge­tra­gen und nicht ge­win­n­o­ri­en­tiert.

Selbstporträt, Öl auf Karton, 60 x 42 cm

Als Künst­­ler­­stif­tung bezweckt sie pri­o­ri­tär den Er­halt, die Pfle­­ge und Be­­kannt­­ma­chung des künst­le­ri­­schen Wer­kes des Stif­ters. Die Stif­tung bezweckt se­­kun­­där die För­­de­rung und fi­nan­­zi­el­le Un­­ter­­stüt­­zung der Schwei­­zer Maler- und Bild­hau­er­­kunst, mit­­tels Preis­­ver­­lei­hun­­gen oder auch Ate­­li­er-Sti­­pen­­di­en, Werk­­bei­trä­­gen, An­­kauf von Wer­ken und Bei­trä­­ge an Ausstel­­lun­­gen von Schwei­­zer Künst­­ler*in­­nen im In- und Aus­­­land.

Der Stif­tungs­­rat be­­steht zur­zeit aus 3 Mit­­glie­­dern:



Ausstellungsserie

Von Sep­tem­ber 2023 bis Mai 2024 fin­den in den ehe­ma­li­gen Wohn­räu­men Wal­ter Hay­manns drei Ausstel­lun­gen statt. Zeit­ge­nös­si­sche Po­si­ti­o­nen wer­den dabei in Ver­bin­dung mit dem Haus, so wie Wal­ter Hay­manns Werk ge­setzt. Die Ausstel­lun­gen wer­den ku­ra­tiert von Adri­an Schär und Se­li­na Zür­rer.

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ETAPPEN ETC.

Ver­­­nis­sa­­ge 22. Sep­tem­­ber 2023 18.00 – 22.00 Uhr
Fi­­nis­sa­­ge 13. Ok­to­­ber 2023 18.00 – 22.00 Uhr


Mit Wer­ken von:

Wa­l­ter Hay­­mann
Klo­­din Erb
Die­ter Hall
Anita Se­­ma­­de­­ni
Ge­or­­get­te Maag
Jorim E. Huber

Öff­­nungs­­­zei­ten auf Ter­­min­­ver­­ein­­ba­rung, Mail an: se­­li­na@wa­l­ter­hay­­mann-stif­tung.ch.

Die Ver­an­stal­tung kann für Ar­chi­vie­rungs-, Bil­dungs- und ähn­li­che Wer­bezwe­cke fo­to­gra­fiert und/oder auf Video auf­ge­zeich­net wer­den. Mit der Teil­nah­me an die­ser Ver­an­stal­tung er­klä­ren Sie sich damit ein­ver­stan­den, dass Sie fo­to­gra­fiert und/oder ge­filmt wer­den.


Werk

Wa­l­ter Hay­­mann malte ex­­pres­­sio­­nis­ti­­sche, fa­r­b­­sta­r­ke Öl­­bil­­der und
Pas­tell­­zeich­­nun­­gen. Er hin­­ter­lässt ein gros­­ses Werk mit über 3000 Bil­­dern in un­­ter­­schie­d­­li­chen For­­ma­ten, der Gross­­teil davon ist auf Grau­­ka­r­ton ge­­malt.

Boote, Öl auf Leinwand, 59 x 81 cm

Papierfabrik an der Sihl, Öl auf Karton, 16 x 80 cm

"Paris Isle St. Louis", Öl auf Karton, 56 x 80 cm

Mohnblumen, Öl auf Karton, 80 x 56 cm

Mohnblumen im Garten, Öl auf Karton, 58 x 80 cm

Gelbe Blumen in blauer Vase, Öl auf Karton, 81 x 57 cm

Rosa Blumen in blauer Vase, Öl auf Karton, 57 x 46 cm

Rote Blumen in brauner Vase, Öl auf Karton, 80 x 55 cm

Blumen im Garten, Öl auf Karton, 43 x 80 cm

Blumen im Garten, Öl auf Karton, 70 x 46 cm

Selbstporträt, Öl auf Karton, 55 x 40 cm

Selbstporträt mit Stilleben, Öl auf Karton, 42 x 50 cm

Stilleben mit Orangen und Flaschen, Öl auf Karton, 50 x 80 cm

Stilleben mit Peperoni, Öl auf Karton, 59 x 80 cm

Rote Amaryllis, Öl auf Karton, 40 x 55 cm

Rose auf Stuhl, Öl auf Karton, 80 x 48 cm

Häuschen im Engadin, Öl auf Karton, 55 x 80 cm

"Boote am Silserseee", Öl auf Karton, 80 x 110 cm

Häuser im Engadin, Öl auf Karton, 110 x 40 cm

Turm im Engadin, Öl auf Karton, 110 x 40 cm

"Isola Engadin", Öl auf Karton, 40 x 110 cm

Engadiner Häuser im Winter, Öl auf Karton, 41 x 110 cm

"Am Rhein bei Eglisau", Öl auf Karton, 57 x 37 cm

Rhein, Öl auf Karton, 33 x 47 cm

"Patmos Chora", Öl auf Karton, 79 x 110 cm

Rotes Haus, Öl auf Leinwand, 65 x 73 cm

Stuhlflechterin, Öl auf Karton, 42 x 35 cm

"Vieux Sicillien (nape rose)", Öl auf Karton, 34 x 26 cm

Elisabeta, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm

Porträt Hans Josephsohn, Öl auf Leinwand, 62 x 54 cm

Selbstportät, Öl auf Karton, 30 x 25 cm

"Porträt I.K.", Öl auf Leinwand, 93 x 73 cm

Erna, Öl auf Leinwand, 82 x 65 cm

Eltern am Lesen, Öl auf Karton, 81 x 100 cm

Detmar, Öl auf Karton, 40 x 37 cm

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Er ver­­­­­stand sich selbst als Still­le­­­ben­­­ma­­­ler und so fin­­­den sich auch viele Blu­­­men­­-und Ob­jekt­still­le­­­ben sei­­­nem Werk, neben Lan­d­­­schafts­­­bil­­­dern. Sti­­­lis­tisch war er ge­prägt von sei­­­nem Leh­­­rer Ernst Gub­­­ler und sei­­­nem Vor­­­­­bild Paul Cézan­­­ne. Spür­­­bar ist auch der Ein­fluss der Fau­vis­ten in sei­­­ner Fa­r­b­­­spra­che.

In jun­­­gen Jah­ren ge­hör­te Hay­­­mann der Künst­­ler­­­grup­­­pe «Der Ring» an und nahm an Grup­­­pe­n­ausstel­­­lun­­­gen der «Jun­­­gen Zür­cher Künst­­­ler» im Kunst­­­haus Zü­rich und im Hel­m­haus in Zü­rich teil.

In sei­­­nem Früh­­­werk über­­­wie­­­gen noch Lein­wan­d­­­bil­­­der mit einer to­na­len, we­­­ni­­­ger in­­­ten­­­si­­­ven Fa­r­b­­­ge­­­bung. Er ent­wi­­­ckel­te sich hin zu einem plas­ti­­­zie­ren­­­dem Um­­­­­gang mit der Farbe. Seine Bil­­­der ent­­­stan­­den oft im Ate­­­li­er nach Pas­tells­ki­z­­­zen oder Fotos, die er vor Ort an­­­fer­tig­te.

Aus­­­zug einer Wür­­di­­gung von Jo­han­­nes Zür­­rer, einem Schü­­ler Hay­­manns:

«...die Bild­in­ha­l­te gehen von der ge­­se­he­­nen Re­a­­li­tät aus. Dabei geht es bei Wa­l­ters Bil­­dern aber nicht um eine vor­­­der­­grün­­di­­ge Ab­­bil­­dung der Re­a­­li­tät. Mit dem Er­fas­­sen der Es­­senz des Ge­­se­he­­nen, schafft er mit ma­le­ri­­schen Mit­­teln – also mit Form und Farbe – eine neue Wirk­­lich­keit. Er be­­dien­te sich dabei einer spe­­zi­el­len Tech­­nik. Er misch­te die Farbe so lange bis sie der, durch einen klei­­nen Aus­­schnitt be­trach­te­ten, ob­jek­tiv ge­­se­he­­nen Farbe ent­­sprach. Da­­mit ergab sich durch die Flä­chig­keit der Fa­r­­ben eine spe­­zi­el­le Raum­­wir­­kung.»




Den Werk­­ka­ta­log von Wa­l­ter Hay­­­mann fin­­­den Sie unter: kleio.com



Biografie

Wa­l­ter Hay­­­­mann wird am 21. De­­­­zem­­­­ber 1926 in Zü­rich in eine jü­di­sche Fa­mi­lie ge­­­­bo­ren. Sein Vater ist der Zahn­a­rzt Det­­­­mar Hay­­­­mann, seine Mut­ter ist Erna Hay­­­­mann, geb. Weil, eine Mu­­­­si­ke­rin. Sie un­­­­ter­rich­tet Ge­sang und spielt Kla­vier.

1938

1937 stirbt seine 2 Jahre äl­te­­­re Schwes­ter Trudi. Ihr Tod wird Wa­l­ter Hay­­­mann noch lange be­schäf­ti­­­gen.

1945 schliesst Hay­­mann die Ma­tu­ra in Zü­rich ab. An­sch­lies­send stu­­diert er an der Kunst­­­ge­wer­­be­­schu­le Zü­rich bei Ernst Gub­­ler, Hein­rich Mül­­ler und Jo­han­­nes Itten.    

1947 reist er nach Paris für wei­ter­­­füh­ren­­­de Stu­­­di­en an der Aca­dé­­­mie de la Gran­­­de Chau­­­miè­­­re u.a. bei Othon Friesz.

1948 lebt und malt Hay­mann wäh­rend einem län­ge­ren Stu­di­en­auf­ent­halt in Arles in der Pro­vence.

1949 kehrt er nach Paris zu­rück für wei­te­re Stu­di­en an der Aca­dé­­­mie de André Lhote und nimmt an der Grup­­­pe­n­ausstel­­­lung «Junge Zür­cher Künst­­­ler» im Kunst­­­haus Zü­rich teil.

1950 leis­tet Hay­­mann einen Ar­­beits­ein­satz im Kib­­buz Nach­­­scho­­­nim in Is­ra­el, zwei Jahre nach des­­sen Grün­­dung.

1953 wird Hay­­mann Mit­­­glied im Künst­­ler­­kreis «Der Ring». Die Grup­­pe ver­­ei­­nig­te viele ehe­­ma­­li­­ge Schü­­ler*in­­nen von Ernst Gub­­ler. Der Zu­­sam­­menschluss ent­­stand nicht durch for­­ma­le oder in­­hal­t­­li­che Ge­­mein­­sam­kei­ten, son­dern aus Pro­test gegen ihren Aus­­­schluss von der Jah­res­ausstel­­lung für Junge Zür­cher Künst­­ler. Zudem ver­­­stan­­den sie sich als Ge­­gen­­be­we­­gung der Künst­­ler*in­­nen Grup­­pen «die Ab­s­trak­ten» und «die In­for­mel­len» in Zü­rich. Der Ring be­­stand aus 20 Mit­­glie­­dern u.a. den Freun­­den Hay­­manns,
Wa­l­ter Hess, Hans Jo­se­ph­sohn, Felix Kohn wie auch die Künst­le­rin­­nen Ca­r­lot­ta Sto­­cker und Susi Gug­­gen­heim-Weil.

1955 nimmt Hay­­mann an der Grup­­pe­n­ausstel­­lung «Der Ring» im Hel­m­haus Zü­rich teil.

Künstlerfreunde (v.l.n.r.: Walter Hess, Walter Haymann, Hans Josephsohn)

1956 reis­t Hay­­mann für einen ein­­jäh­ri­­gen Stu­­di­en­auf­ent­halt nach Si­­zi­­li­en und nimmt an der «Schwei­­zer Kunst­ausstel­lung» in der Messe Basel teil.  

1958 hat Hay­mann eine Ein­zelausstel­lung im Strau­hof, Zü­rich mit Bil­dern und Zeich­nun­gen und er ab­­­sol­viert die Aus­­­­­bil­­­dung zum Zei­chen­leh­­­rer an der Kunst­­­­­ge­wer­­­be­­­schu­le in Zü­rich. Dar­auf fol­­­gen An­s­tel­­­lun­­­gen im In­­­ter­nat Gla­ri­­­segg, an der AKAD Zü­rich, sowie an der MARS Zü­rich.

1960 nimmt Hay­mann an der Grup­pe­n­ausstel­lung «Der Ring» Bild­hau­er und Maler Zü­rich I. im Mu­se­um Al­ler­hei­li­gen, Schaff­hau­sen teil.


1966 nimmt Hay­mann teil an der Grup­pe­n­ausstel­lung «Zür­cher Künst­ler» in der Messe Basel.

1970 ­stellt Hay­mann in der Ga­le­rie Burg­dor­fer-Elles in Zü­rich aus.

1984 hei­ra­tet er Irene Kel­­ler, die aus Kra­­kau stammt und die er be­reits seit 1959 kennt. Sie un­­ter­­neh­­men viele ge­­mein­sa­­me Rei­­sen nach Ita­­li­en, Frank­reich, Grie­chen­­land, Is­ra­el.

1987 stellt Hay­mann in der Ga­le­rie Baum­ber­ger in Zü­rich aus.

1995 trifft Hay­­mann den Ga­le­ris­ten Ru­dolf Maag, es folgt eine Ausstel­­lung in Maags «Gall­a­ria Che­­si­­na» in Sils. Von da an ver­­tritt Ru­dolf Maag Hay­­mann in Sils, es fin­­den jähr­­lich Ausstel­­lun­­gen mit Hay­­manns Wer­ken statt.

1996 stellt Hay­­mann in der Ga­le­rie zum weis­­sen Wind in Zü­rich aus.

foto w.h.

2003 stellt Hay­­­­mann im Turm des Po­len­mu­­­­se­u­­ms in Rap­­­­per­s­wil aus.

2010 grün­­­­det er die Wa­l­ter Hay­­­­mann-Stif­tung in Zü­rich.  

2011 stirbt Wa­l­ter Hay­­­mann am 23.12.2011 in Zü­rich.